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Geldanlagen in Zeiten schwankender Märkte
Geldanlagen in Zeiten schwankender Märkte
Anleger hatten es im vergangenen Jahr nicht leicht. Eine Beurteilung der gegenwärtigen Lage mit einem Ausflug in die Börsengeschichte zeigt, dass an der Langzeitplanung festgehalten werden muss.
Mit vorausschauender Planung kann dafür gesorgt werden, dass trotz schwankender Märkte keine schlaflosen Nächte verbracht werden müssen. Die Aktienmärkte belohnen ungeachtet der immer wiederkehrenden Abschwünge im allgemeinen jene Anleger, die langfristig denken. Vor allem auch die Kurseinbrüche nach dem 11. September führten zu generell vorsichtigen Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum. Trotz der Turbulenzen und starken Kursschwankungen glauben nur wenige Ökonomen an eine weltweite Rezession.
Ein Ausflug in die Börsengeschichte
Höhen und Tiefen sind kein neues Phänomen. Gleich wie die Schweinepreise ist Wechselhaftigkeit ein normaler Bestandteil des Börsengeschehens. Aktien sind kurzfristig gesehen eher unbeständig. Ein Blick über längere Zeiträume ist ebenso aufschlussreich wie eindeutig: 1968, 1973, 1987, 1990, 1994, 1998, 2000 und 2001 – in all diesen Jahren kam es zu Baissen. Trotz all dieser Krisen erzielten die Börsen Europas seit 1973 bis 2001, als der MSCI Europe Index eingeführt wurde, eine beeindruckende Rendite von durchschnittlich 10.5% pro Jahr (Quelle: S&P Micropal). Denn obwohl Aktienmärkte tief stürzen können, können sie sich wieder schnell erholen und auf neue Höhen steigen.
Wichtig ist der Überblick
Die Kurve des SPI veranschaulicht, wie die jüngsten Einbrüche des Schweizer Aktienmarktes von einem kurzfristigen und langfristigen Blickpunkt aus angesehen werden können. Kurzfristig gesehen ist der Kurssturz seit dem Höchst mitte 2000 ernst. Bereits auf eine längere Sicht von 5 Jahren gesehen, werden aus solchen oder ähnlichen Tiefen nicht mehr als kurzfristige Rückschläge im Rahmen eines allgemeinen Aufwärtstrends im Markt. Wenn die zwei schlechten Börsenjahre 1987 und 1998 als Beispiel genommen werden, machten Anleger, die ihre Investitionen hielten, ihre „Papierverluste“ bald wieder wett und konnten miterleben, wie die Kurse wieder auf eine Reihe von Allzeithochs kletterten. Deshalb ist der Stellewert von Aktienanlagen innerhalb eines jeden vernünftigen Porfolios unbestritten, vorausgesetzt die Investitionen werden langfristig gehalten.
Langzeitplanung entscheidet
Immer wenn der Markt nachgibt, werden viele Investoren panisch und weichen von ihrer Planung ab. Beim Sturz von rund 15% vom Juli bis Oktober 1998 waren viele Anleger von den Verlusten nicht begeistert, als sie die Auszüge sahen. Wer dabei einen Plan hatte, weltweit breit diversifiziert d.h. das Risiko gestreut hatte und die Risiken die zum Markt gehören verstand, den belohnte der Markt in den darauffolgenden acht Monaten mit einem Gewinn von rund 50%. Aktien sind eine Langfristanlage. Damit ist eine Zeitspanne von fünf, sieben oder zehn Jahren gemeint. Wer kurzfristig Geld verdienen will, für den ist die Börse nicht der richtige Ort. Für Investoren, die langfristig im Markt bleiben wollen, ist die Zeit das Geld. Unter dem Strich kommt es darauf an, sich die Zeit zu nehmen, die eigenen Investitionen in die Zukunft zu studieren. Es steht zu viel auf dem Spiel, wenn es nicht gemacht wird.
Was kann ich im Moment tun?
Das wichtigste ist: Zeitweilige Niedergänge bei Aktienkursen sind durchaus nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil, sie sind zu erwarten. Der langfristige Trend hingegen ist entscheidend und zeigte bislang nach oben.
- Behalten Sie die Nerven. Panikartiges verkaufen aufgrund fallender Preise kann auf lange Sicht zu Verlusten führen.
- Streuen Sie Ihr Risiko. Investieren Sie in verschiedenen Ländern und Branchen. Ebenfalls verschiedene Anlagephilosophien sind sinnvoll.
- Investieren Sie nach. Der beste Zeitpunkt wird nie erwischt, besser spät als nie
- Erwägen Sie Investments auf Raten. Die Auswirkungen schwankender Märkte können teilweise ausgeglichen werden, indem regelmässig investiert wird.



